Pleats please

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Weiße Blüten, ein süßlicher Duft und warme Sonnenstrahlen auf der Haut. Endlich beginnt der Frühling. Viel mehr braucht es nicht um mich glücklich zu machen. Außer vielleicht das perfekte Outfit – eine Homage an den Frühling.

Die Natur als Inspiration. Tagtäglich laufe ich mit meinen Hunden durch den „Wiesenweg“, ein breiter Trampelpfad zwischen Wald, Wiesen und Häusern. Mirabellen- und Apfelbäume säumen den Weg. Jetzt im Frühling blüht der Weißdorn und ich kann mich an all der natürlichen Schönheit gar nicht sattsehen. Die perfekte Location und Inspiration für meinen ersten Frühlingslook.

Pleats please Spring look Plissee Samt

„Die Natur liefert selbstverständliche Perfektion, die Kunst (und damit auch die Haute Couture) versucht, Perfektion künstlich zu erschaffen, und eifert damit der Natur in gewissem Sinne nach, auch wenn sie per Definition das Gegenteil von Natur ist.“ – Vogue, Januar 2015

Ich möchte mit der Natur verschmelzen und eins werden. Ich verzichte auf bunte und florale Muster, sondern greife den Weißdorn als Inspiration auf. Plissee ist das perfekte Material, da es für mich Zartheit und Härte miteinander vereint. Es kann fließend sein, eine feminine Silhouette umspielen. Dennoch hat es Ecken und Kanten durch seine klaren Falten. Das Top – so weiß wie die Blüten. Der Rock – taupe und schwarz wie die Zweige und Dornen. Dazu trage ich meinen schwarzen Samt-Blazer, einen Leder Statement-Gürtel und Pailletten-Espadrilles. Die Verbindung von Winter und Sommer, robust und zerbrechlich.

Pleats please Spring look Plissee VelvetPleats please Spring look Plissee

Es fühlt sich natürlich an. Einfach, leicht und luftig. Ich bewege mich femininer. Ich möchte mich drehen und tanzen, um mich herum fliegendes Plissee. Schwerelos. Schwingend.

Es ist einer dieser Looks der vollkommen intuitiv entsteht und perfekt ist. Ich kann ihn fühlen und das bin ich. Das ist der Frühling. Neues Erwachen, ungezwungen, feminin. Frei.

Pleats please Spring look PlisseePleats please Spring look Plissee

Doch Plissee ist nicht gleich Plissee. Während eins deiner weiblichen Silhouette schmeicheln kann, kann ein anderes Material Bauch und Hüften unvorteilhaft betonen. Das Gummiband in der Taille sollte nicht zu eng sitzen, da die Falten sonst am Ansatz nach außen abstehen und auftragen oder ein kleiner Bauch darüber hervortritt. Falten dürfen nicht aufspringen sondern sollten in ihrer Form bleiben, damit der Rock nicht aufträgt. Gerade bei der Kombination verschiedener Plissee-Teile, solltest du darauf achten, dass du nicht in einem Ballon aus Stoff untergehst. Der Zauber liegt in der Betonung der Taille. Generell gilt: Plissee-Röcke sollten gefüttert sein, sonst können sie sich je nach Material statisch aufladen und schnell an oder zwischen den Beinen kleben. Je schmaler die Falten und je feiner das Material, desto fließender umspielt Plissee deine Figur. Und auch die Länge des Rocks ist entscheidend. Ein Midirock betont schlanke Fesseln. Beachtest du diese Tipps, kann Plissee ein wunderbarer Stoff für den Frühling sein.

Pleats please Issey Miyake Plissee

Namensgeber dieses Blogartikels ist übrigens Issey Miyake. Der japanische Designer entwickelte 1993 seinen eigenen Faltenstoff, aus dem er die Modelinie Pleats Please schuf. Während der schon seit langem bekannte, gewöhnliche Plissee-Stoff vor der Weiterverarbeitung in Falten gelegt und durch Hitze und Druck fixiert wird, wird der Plissier-Vorgang Miyakes Kreationen erst nach der Fertigung des Kleidungsstücks, am Ende des Herstellungsprozesses, vorgenommen. So entwickelt das von Issey Miyake entwickelte Plissee sein ganz eigenes Fließverhalten am Körper und ist federleicht. Außerdem lässt es sich klein zusammenfalten und danach unzerknittert tragen und benötigt kaum Pflege. Es ist Miyakes wohl größter Beitrag in der Mode und eins seiner Originale zu besitzen wäre ein Traum.

Pleats please!

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Wenn ihr noch mehr Outfit-Inspirationen zum Thema Plissee braucht, schaut doch bei der lieben Sonja von L´abito della musica vorbei. Sie hat einen Plissee-Rock selbst genäht und gibt weitere Tipps zum Styling. Das Besondere ist, dass sie in jedem ihrer Artikel den Bogen zu ihrer zweiten Leidenschaft, der klassischen Musik, schlägt. Seid gespannt welches Stück sie mit dem Plissee-Look verbindet.

Pleats please Spring look Plissee


White flowers, a sweet scent and warm sun rays on the skin. Finally spring begins. It doesn´t need much more to make me happy. Except perhaps the perfect outfit – a homage to the spring.

Nature as inspiration. Every day I walk with my dogs through a wide tramping path between woods, meadows and houses. Mirabelle and apple trees line the way. Now in the spring, the hawthorn blossoms and I can´t get enough of all the natural beauty. The perfect location and inspiration for my first spring look.

„Nature provides self-evident perfection, and art (and therefore haute couture) tries to create perfection artificially, thus eagerly pursuing nature in a certain sense, even though by definition it is the opposite of nature.“ – Vogue, January 2015

I want to merge with nature and become one. I renounce colorful and floral patterns, but use the whitethorn as an inspiration. Pleating is the perfect material because it combines delicacy and hardness in my opinion. It can be fluid, a feminine silhouette. Nevertheless, it has corners and edges due to its clear folds. The top – as white as the flowers. The skirt – taupe and black as the branches and thorns. For this I wear my black velvet blazer, a leather statement belt and sequin espadrilles. The combination of winter and summer, robust and fragile.

It feels natural. Simple, light and airy. I’m more feminine. I want to turn and dance, pleats are flying around me. Weightless. Swinging.

It is one of those looks that is completely intuitive and perfect. I can feel it and that’s me. This is Spring. New awakening, easygoing, feminine. Free.

But plissé is not always plissé. While one can flatter your female silhouette, another material can undersell belly and hips unfavorably. The rubber band in the waist should not be too tight, otherwise the folds protrude outwards or a small belly gets pushed above it. Wrinkles must not jump up, but should remain in their shape so that the skirt does not make you bulkier than you are. Especially when combining different pleated parts, you should ensure that you do not fall into a balloon of fabric. The charm lies in the emphasis on the waist. In general: Pleated skirts should be lined, otherwise they can charge statically depending on the material and stick fast on or between the legs. The narrower the wrinkles and the finer the material, the more smoothly it enwraps your figure. And the length of the skirt is also crucial. A midi skirt emphasizes lean shackles. If you consider these tips, pleating can be a wonderful fabric for spring.

The eponym of this blog article is Issey Miyake. The Japanese designer developed his own drapery in 1993, from which he created the Pleats Please model. While the already familiar, pleated fabric is folded into folds before further processing and fixed by heat and pressure, the pleating process is performed by Miyake creations only after the production of the garment, at the end of the manufacturing process. So the plissé by Issey Miyake develops its own flow behavior on the body and is feisty. In addition, it can be folded small and then worn without wrinkles and requires little care. It’s Miyakes probably the biggest contribution in fashion and owning one of his originals would be a dream.

Pleats please!

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If you need even more pleats outfit inspiration have a look at the blog L’abito della musica by Sonja. She has sewn a pleated skirt herself and gives more tips on styling. The special thing is that in each of her articles, she strikes the bow to her second passion, the classical music. Be curious what composition she combines with the pleated look.

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6 Kommentare zu „Pleats please

  1. Toller Text, tolle Bilder! Ich muss ja gestehen, dass ich mit dem Plissee-Rock nichts anfangen könnte, ja, eigentlich gefällt er mir nicht mal. Aber er gefällt mir an Dir, weil man merkt, dass Du Dich darin gut fühlst. Und das ist es doch auch, was Mode und Stil ausmacht: Nicht einfach irgendwelche Klamotten anzuziehen, um angezogen zu sein, sondern einen Look interpretieren zu können, sich damit identifizieren zu können. Und dieses „Verschmelzen mit der Natur“ hast Du wirklich gut umgesetzt!
    Viele Grüße,
    Ellen

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    1. Vielen Dank für deine ehrliche Meinung! 🙂 So geht es mir auch oft… oft bekommt ein Kleidungsstück erst durch seinen Träger „Leben“. Selbst wenn ich manche Teile nicht mag gefallen sie mir an anderen plötzlich. Es freut mich umso mehr, dass es dir an mir gefällt! 🙂
      Liebste Grüße
      Alexandra

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo meine Süße,
    ein großes Kompliment erstmal an deinen Schreibstil, ich könnte den Blogeintrag vermutlich 100x lesen weil er so toll ist! Bin ganz inspiriert und der Look ist so bezaubernd! Steht dir unfassbar toll! Ich freue mich schon wieder auf deinen nächsten Blogpost :*
    xoxo
    Janina

    Gefällt 1 Person

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