Hubert de Givenchy – a retrospective on the french Couturier

Mit dem Tod von Monsieur Hubert de Givenchy haben wir einen der letzten großen Couturiers des 20. Jahrhunderts verloren. Mit ihm geht eine Ära zu Ende und ein Stück Modegeschichte verloren. Givenchy war so viel mehr als nur ein Designer. Mit Christian Dior und Yves Saint Laurent zählt er zu einer Handvoll Designer, die nach dem zweiten Weltkrieg die Mode neu definierten.

Personal Issue – Meine Sicht auf Hubert de Givenchy

Mein Interesse für Hubert de Givenchy begann 2012 mit einem Artikel in der VOGUE. Er riss die Geschichte von Audrey Hepburn´s und Hubert de Givenchy´s Freundschaft an. Über die Jahre las ich immer mehr Bücher über Audrey und immer wieder wurde Givenchy als ihr Lieblingsdesigner hervorgehoben. Mit meiner Obsession für Audrey wuchs auch die für den Couturier. 2016 reiste ich für meine erste Modeausstellung nach Den Haag. Im Gemeentemuseum kuratierte Hubert de Givenchy die Ausstellung To Audrey with Love, in der seine Designs für ihre bedeutendsten Filme, aber auch modegeschichtlich wichtige Werke ausgestellt wurden. Diese Ausstellung berührte mich auf einer sehr persönlichen Ebene. Durch die Kombination von Musik, Film, Fotografie und Couture fühlte ich mich Hubert de Givenchy und Audrey Hepburn näher denn je. Als Givenchy 2017 eine weitere Ausstellung in Calais eröffnete, besuchte ich auch diese. Sie war zwar nicht so persönlich wie die Ausstellung im Gemeentemuseum, aber dafür lag der Fokus auf den Kleidern, ihrem Material und dem Handwerk des Couturiers.

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Es fällt mir schwer mich auf einen Lieblings-Designer oder ein Label festzulegen. Es gibt verschiedene Stile und großartige Couturiers, die ich bewundere. Aber durch Audrey´s Filme, die besuchten Ausstellungen und zahlreiche Bücher ist die Mode von Hubert de Givenchy für mich lebendig geworden. Seine Werke spiegeln sowohl seine Persönlichkeit wider, als auch die der Trägerin. Hubert de Givenchy schaffte ein Gefühl der Nähe, von Verständnis. Kein anderer Designer ist für mich so präsent. Givenchy´s Verlust schmerzt nicht nur in modischer Hinsicht sondern auch auf einer persönlichen Ebene.

Umso mehr genieße ich die Erinnerung an die von ihm kuratierten Ausstellungen. Ich trage meine Givenchy Ohrringe aus den 80ern. Am persönlichsten ist jedoch mein Givenchy Seidentuch. Für die Ausstellung in Calais hatte der Designer eine Skizze von Audrey Hepburn in Wie klaut man eine Million gezeichnet und auf Seidentücher drucken lassen. Eins dieser limitierten Tücher zu besitzen bedeutet nun umso mehr.

Das Label Givenchy widmete seinem Gründer gerade mal zwei unpersönliche Sätze auf Instagram, in denen es seinen Tod bekannt gab. Aber Hubert de Givenchy verdient es in so vielerlei Hinsicht unvergessen zu bleiben. Diese Retrospektive widme ich ihm, dem letzten großen Couturier des 20. Jahrhunderts.

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Hubert de Givenchy – Leben und Erfolg des Couturiers

Hubert de Givenchy als aufstrebender Couturier

Hubert de Givenchy wurde 1927 als Sohn einer Adelsfamilie in Beauvais geboren. Nachdem der zehnjährige Hubert 1937 bei der Weltausstellung in Paris die Designs von Jeanne Lanvin und Elsa Schiaparelli gesehen hatte, stand seine Berufswahl fest. Auf Wunsch seiner Familie studierte er zunächst Rechtswissenschaften, schrieb sich dann aber an der École des Beaux-Arts in Paris ein. Als Siebzehnjähriger stieg er in den Zug nach Paris, in seinen Taschen ein paar Skizzen. 1945 entwarf er für Jacques Fath seine ersten Arbeiten, 1946 folgten Lucien Lelong, Pierre Balmain und Christian Dior. Ab 1947 arbeitete er vier Jahre für die Avantgarde-Designerin Elsa Schiaparelli. Als Givenchy 1952 sein eigenes Atelier eröffenete, war er mit seinen 25 Jahren der jüngste Designer der Pariser Modewelt.

Seine erste Kollektion entwarf er für Bettina Graziani, ein Pariser Topmodel, nach der er die berühmte Bettina Bluse benannte. Mit seinen Innovationen hob er sich von den eher konservativen Designs Dior´s ab. Givenchy schuf neue figurbetontere Silhouetten. Statt Komplett-Garderoben entwarf er beliebig kombinierbare Oberteile, schmale Röcke und Hosen. Aus finanziellen Gründen verwendete er auch für Mäntel und Abendkleider günstige Leinen und Baumwollstoffe. Kaum ein Jahr und der attraktive Gentleman de Givenchy war ein Star am Himmel der Modeszene.

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Givenchy und Audrey Hepburn

Auf der Suche nach authentischer französischer Mode für ihren neuen Film Sabrina (1953), flog Audrey Hepburn nach Paris. Sie war bereits ein Fan von Givenchy und hatte sich von der Gage für Roman Holiday einen seiner Mäntel gekauft. Als sie dem Designer als Schauspielerin Hepburn angekündigt wurde, dachte dieser an die damals weltberühmte Katharine Hepburn. Doch statt der Diva stand eine unbekannte junge Frau mit Ballettschuhen und Gondoliere-Hut vor ihm. Sie erinnerte ihn an ein „zerbrechliches Tier“. Höflich erklärte er ihr, dass er keine Zeit hätte, die Kostüme für ihren neuen Film zu entwerfen. Dennoch durfte sie ein paar seiner Kleider der letzten Saison mitnehmen.

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Wenig später wurde Audrey zum Star. Der Film gewann einen Oscar für das beste Kostüm-Design. Statt Givenchy erhielt Edith Head, die ursprünglich engagierte Kostümdesignerin bei Paramount, die Statue und wurde im Abspann als Designerin genannt. Sie erwähnte Givenchy mit keinem Wort und bis zu ihrem Tod behauptete sie den „Sabrina Ausschnitt“ erfunden zu haben. Givenchy nahm es wie ein Gentleman hin und arbeitete weiter. Audrey sorgte für Gerechtigkeit. Sie ließ in ihren Vertrag mit Paramount schreiben, dass sie zukünftig nur noch von Hubert de Givenchy eingekleidet werden wolle. Bis zu Audreys Tod verband die beiden eine tiefe Freundschaft, die weit über ihre Zusammenarbeit hinausging.

„Ich hänge an Givenchy wie viele Amerikaner an ihrem Psychiater“ – Audrey Hepburn

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Das kleine Schwarze

Givenchy entwarf die Kleider, Audrey Hepburn machte sie unsterblich. Spätestens mit dem kleinen Schwarzen aus Frühstück bei Tiffany erlangte Givenchy den ihm gebührenden Ruhm. Dass der Designer seiner Zeit voraus war, zeigt auch die Geschichte des Kleids. Sein ursprüngliches Design hatte einen langen Beinschlitz, der aber von den Filmstudios als zu aufreizend empfunden und wieder zugenäht wurde. Dennoch ist es wohl das berühmteste kleine Schwarze aller Zeiten. Eins der Originale wurde 2006 bei Christie´s für fast 700.000 € versteigert und gilt als teuerstes Kleidungsstück der Filmgeschichte.

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Givenchy als Couturier

Seine größte Inspiration war der spanische Designer Cristóbal Balenciaga. Balenciaga wurde zum Mentor Givenchy´s und einer seiner besten Freunde. Beide Ateliers lagen auf der Avenue George V nur ein paar Meter voneinander entfernt. So oft er konnte wohnte Givenchy den Anproben Balenciaga´s bei. Von ihm lernte er, das Design auf seine Quintessenz zu reduzieren. Givenchy sagte einmal, als gläubiger Mann vertraue er auf zwei Dinge: Gott und Balenciaga. 1968 verabschiedete Balenciaga sich aus der Mode und empfahl seinen Kundinnen Givenchy.

Als zurückhaltender Gentleman brauchte Hubert de Givenchy keinen großen Auftritt. Am Ende seiner Modenschauen nahm er den Applaus in seinem weißen, makellos gebügelten Arbeitskittel entgegen. Er wirkte, als habe er nur kurz seine Arbeit im Atelier unterbrochen.

„In der Haute Couture arbeiten wir wie Schönheitschirurgen. Wir tilgen Unvollkommenheiten und verfeinern die Silhouette.“ – Hubert de Givenchy

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Neben Audrey Hepburn kleidete Hubert de Givenchy auch andere berühmte Frauen ein. Darunter auch Liz Taylor, Marlene Dietrich, Brigitte Bardot und Grace Kelly. First Lady Jacky Kennedy trug für die Beerdigung ihres Gatten Givenchy. 1973 legte Hubert de Givenchy das Fundament für Diversität auf dem Laufsteg. Bei der „Battle of Versailles Fashion Show“ schickte er erstmals überwiegend afroamerikanische Models auf den Laufsteg. Für die 70er Jahre und ein französisches Modehaus eine Sensation.

Mit den 80er Jahren kamen Designer wie Versace und Mugler mit opulenten Designs. Andere Modeschöpfer  wie Martin Margiela verstanden Kleidung als Konzeptkunst, zeigten Dekonstruktion und hinterfragten das Establishment mit teils abstoßenden Designs. Givenchy wollte Frauen immer nur schön machen. Wie Audrey Hepburn´s Sohn Sean Ferrer sagte:

„Sie [Audrey] sah die Kleider, die er [Givenchy] schuf, als die schöne Vase, die eine einfache Feldblume aufwertete, wohingegen er sie als die einfach gehaltene Vase sah, die nicht von der natürlichen Schönheit der Blume ablenkte.“ – Sean Ferrer

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1988 verkaufte er seine Marke an den Luxuskonzern LVMH, behielt aber vorerst seinen Posten als Chefdesigner. Sieben Jahre später verließ er das Haus auf Drängen des neuen Konzernchefs Bernard Arnault. Später sagte Hubert de Givenchy:

„Ich war ein einfacher Angestellter geworden, dessen Namen man verhöhnte“ – Hubert de Givenchy

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Junge, wilde Designer wie John Galliano und Alexander McQueen sollten das Label Givenchy modernisieren. Statt französischer Couture, Innovation und Skandal. Hubert de Givenchy selbst sah in ihren Entwürfen „das Gegenteil von Schönheit und Eleganz“. Die Designer wechselten schnell: Galliano ging noch vor Ablauf eines Jahres zu Dior, McQueen flog raus nachdem er eine Modenschau in einem Schlachthaus abhielt. 2005 gab der neue Chefdesigner Riccardo Tisci der Marke mit Goth-Romantik und Rottweiler-T-Shirts ein neues Image. Mit Stars wie Madonna, Beyoncé und Kim Kardashian wurde das Label wieder populär. Hubert de Givenchy selbst distanzierte sich weiterhin von den Designs, die seinen Namen trugen. Er sah die (Fast-) Fashion-Industrie mit wachsendem Unverständnis. 2017 wurde Tisci von Clare Waight-Keller abgelöst, deren schlichte Entwürfe wieder Hubert de Givenchy´s Stil entsprechen sollten.

In den letzten Jahren wandte der Designer sich der Kunst, antiken Möbeln und der Landschaftsgärtnerei in seinem Renaissance-Schloss zu. Er lebte dort mit seinem Lebensgefährten dem Designer Philippe Venet. Givenchy war bis zuletzt aktiv. Erst 2016 und 2017 kuratierte er Ausstellungen seiner Werke in Den Haag und Calais, legte selbst Hand an. Am 10. März 2018 verstarb Hubert de Givenchy im Alter von 91 Jahren.

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With the death of Monsieur Hubert de Givenchy, we lost one of the last great couturiers of the 20th century. With him an era comes to an end and a piece of fashion history is lost. Givenchy was so much more than just a designer. With Christian Dior and Yves Saint Laurent, he was one of a handful of designers who redefined fashion after World War II.

Personal issue – my view on Hubert de Givenchy

My interest in Hubert de Givenchy started in 2012 with an article in VOGUE. It told the story of Audrey Hepburn’s and Hubert de Givenchy’s friendship. Over the years, I read more and more books about Audrey and again, Givenchy was highlighted as her favorite designer. With my obsession for Audrey grew also the obsession for the couturier. In 2016 I traveled to The Hague for my first fashion exhibition. At the Gemeentemuseum, Hubert de Givenchy curated the exhibition To Audrey with Love, in which his designs for her most important films as well as works of great importance in the history of fashion were exhibited. This exhibition touched me on a very personal level. Through the combination of music, film, photography and couture, I felt closer to Hubert de Givenchy and Audrey Hepburn than ever before. When Givenchy opened another exhibition in Calais in 2017, I also visited it. It was not as personal as the exhibit at the Gemeentemuseum, but it focused on the clothes, their material, and the craftsmanship of the couturier.

I find it hard to choose a favorite designer or label. There are different styles and great couturiers that I admire. But through Audrey’s films, the exhibitions I have visited and numerous books, Hubert de Givenchy’s fashion has come to life for me. His works reflect both his personality and that of the wearer. Hubert de Givenchy created a sense of closeness, of understanding. No other designer is so present to me. Givenchy’s loss hurts not only in fashion terms but also on a personal level.

The more I enjoy the memory of the exhibitions curated by him. I enjoy wearing my Givenchy earrings from the 80s. Most personal, however, is my Givenchy silk scarf. For the exhibition in Calais, the designer has made a sketch by Audrey Hepburn in How to steal a million and printed it on silk scarfs. Owning one of these limited scarfs means even more now.

The label Givenchy dedicated just two impersonal sentences on Instagram to its founder, in which it announced his death. But Hubert de Givenchy deserves to be remembered in so many ways. I dedicate this retrospective to him, the last great couturier of the 20th century.

Hubert de Givenchy – life and success of the Couturier

Hubert de Givenchy as an aspiring Couturier

Hubert de Givenchy was born in Beauvais in 1927 as the son of a noble family. After ten-year-old Hubert had seen the designs of Jeanne Lanvin and Elsa Schiaparelli at the Paris World’s Fair in 1937, his career choice was clear. At the request of his family, he first studied law, but then enrolled at the École des Beaux-Arts in Paris. At the age of seventeen, he boarded the train to Paris, in his pockets a few sketches. In 1945 he designed his first works for Jacques Fath, followed in 1946 by Lucien Lelong, Pierre Balmain and Christian Dior. From 1947 he worked four years for the avant-garde designer Elsa Schiaparelli. When Givenchy opened his own studio in 1952 at the age of 25, he was the youngest designer in the Paris fashion world.

He designed his first collection for Bettina Graziani, a Parisian top model, after whom he named the famous Bettina blouse. His innovations set him apart from Dior’s more conservative designs. Givenchy created new figure-enhancing silhouettes. Instead of complete wardrobes he designed arbitrarily combinable tops, skirts and trousers. For financial reasons, he also used cheap linen and cotton fabrics for coats and evening dresses. Barely a year and the attractive gentleman de Givenchy was a star in the sky of the fashion scene.

Givenchy and Audrey Hepburn

In search of authentic french fashion for her new movie Sabrina (1953), Audrey Hepburn flew to Paris. She was already a fan of Givenchy and had bought one of his coats from the gage for Roman Holiday. When she was announced to the designer as the „actress Hepburn“, he thought of the then world-famous Katharine Hepburn. But instead of the diva, an unknown young woman with ballet shoes and gondolier hat stood in front of him. She reminded him of a „fragile animal“. He politely told her that he didn´t have time to design the costumes for her new movie. Nevertheless, she was allowed to take some of his clothes from last season.

A little later, Audrey became a star. The film won an Oscar for best costume design. Instead of Givenchy, Edith Head, the original dedicated costume designer at Paramount, received the statue and was credited in the end titles as the designer. She did not mention Givenchy at all, and until her death she claimed to have invented the „Sabrina neckline.“ Givenchy took it like a gentleman and kept working. Audrey took care of justice. She let write in her contract with Paramount, that she wants to be dressed in the future only by Hubert de Givenchy. Up to Audrey’s death, the two shared a deep friendship that went far beyond their collaboration.

„I´m attached to Givenchy like many Americans to their psychiatrist“ – Audrey Hepburn

The little black dress

Givenchy designed the dresses, Audrey Hepburn made them immortal. At the latest with the little black dress from Breakfast at Tiffany´s, Givenchy achieved his due fame. The history of the dress shows the fact that the designer was ahead of his time. His original design had a long leg slit, which was felt by the film studios as too provocative and again sewn up. Nevertheless, it is probably the most famous little black dress of all time. in 2006 one of the originals was auctioned at Christie’s for almost € 700,000 and is considered the most expensive piece of clothing in film history.

The couturier Hubert de Givenchy

His greatest inspiration was the spanish designer Cristóbal Balenciaga. Balenciaga became mentor of Givenchy and one of his best friends. Both studios were a few feet apart on Avenue George V. As often as he could, Givenchy attended Balenciaga’s fitting. From Balenciaga Givenchy learned to reduce the design to its quintessence. Givenchy once said that as a devout man he relies on two things: God and Balenciaga. In 1968 Balenciaga stopped working in fashion and recommended his customers to get clothed at Givenchy´s.

As a reserved gentleman Hubert de Givenchy didn´t need a big appearance. At the end of his fashion shows, he accepted the applause in his white, immaculately pressed work coat. He looked as if he had only briefly interrupted his work in the studio.

„In haute couture, we work like cosmetic surgeons, we eradicate imperfections and refine the silhouette.“ – Hubert de Givenchy

In addition to Audrey Hepburn, Hubert de Givenchy also dressed other famous women. Including Liz Taylor, Marlene Dietrich, Brigitte Bardot and Grace Kelly. First Lady Jacky Kennedy wore Givenchy for the funeral of her husband. In 1973, Hubert de Givenchy laid the foundation for diversity on the catwalk. At the „Battle of Versailles Fashion Show“ he sent mostly African American models on the catwalk for the first time. For the 70s and a French fashion house a sensation.

By the ’80s, designers like Versace and Mugler came up with opulent designs. Other fashion designers such as Martin Margiela understood clothing as conceptual art, showed deconstruction and questioned the establishment with some repulsive designs. Givenchy always wanted to make women beautiful. As Audrey Hepburn’s son Sean Ferrer said:

„She [Audrey] saw the clothes he [Givenchy] created as the beautiful vase that would enhance a simple field flower, whereas he viewed them as the vase that is kept simple so that nothing will detract from the natural beauty of the flower itself.“ – Sean Ferrer

In 1988 he sold his brand to the luxury group LVMH, but initially kept his post as chief designer. Seven years later, he left the house at the urging of the new CEO Bernard Arnault. Later, Hubert de Givenchy said:

„I became a simple employee whose name was mocked“ – Hubert de Givenchy

Young, wild designers like John Galliano and Alexander McQueen were supposed to modernize the Givenchy label. Instead of French couture, innovation and scandal. Hubert de Givenchy saw in their designs „the opposite of beauty and elegance“. The designers moved quickly: Galliano went to Dior just before the end of a year, McQueen was fired after he held a fashion show in a slaughterhouse. In 2005, the new chief designer Riccardo Tisci gave the brand a new image with Goth romance and Rottweiler T-shirts. With stars like Madonna, Beyoncé and Kim Kardashian the label became popular again. Hubert de Givenchy himself continued to distance himself from the designs that bore his name. He saw the (fast) fashion industry with growing misunderstanding. In 2017, Tisci was replaced by Clare Waight-Keller, whose simple designs should again correspond to Hubert de Givenchy’s style.

In recent years, the designer has turned to the art, antique furniture and landscaping in his Renaissance castle. He lived there with his partner, the designer Philippe Venet. Givenchy was active until the end. In 2016 and 2017 he curated exhibitions of his works in The Hague and Calais. On 10 March 2018 Hubert de Givenchy died at the age of 91 years.

4 Kommentare zu „Hubert de Givenchy – a retrospective on the french Couturier

  1. Ein wahnsinnig schön geschriebener und toll recherchierter Artikel! Die unterschiedlich Facetten und Blickwinkel auf das Leben des Couturiers finde ich wunderbar und so informativ.
    Vielen Dank fürs Teilen!
    Alles Liebe,
    Katharina

    Gefällt 1 Person

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