Maritime in MOSCHINO – Designers style & history

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In dem Moment als ich den Kleiderbügel zur Seite schiebe und das Kleid vor mir in den Händen halte, ist es um mich geschehen. Die Quintessenz des Labels vereint in einem Kleid. MOSCHINO. Schon mehrmals hielt ich beim Shoppen das ein oder andere Teil der Zweitlinien in den Händen und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Der Designer besitzt Humor, doch während die Runway-Shows mich inspirierten, sah ich mich nie in den zu lauten und bunten Kleidungsstücken. Doch dieses Kleid bin ich. Dieses Kleid ist MOSCHINO. Zumindest auf den zweiten Blick.

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The MOSCHINO style

Ich halte dieses Kleid in meinen Händen und vor meinem inneren Auge laufen Models den Laufsteg entlang. Zwischen den wilden bunten Mustern und dem einen großen Thema der Saison, gibt es einen Stil?! Er ist schwer zu fassen, doch es gibt gewisse wiederkehrende Elemente. Fast jede Kollektion zeigt klassische Schnitte oder sogar Uniformen. Schon in der Frühjahr/Sommer Kollektion 1986 präsentierte Franco Moschino in der Taille endende Kastenjacken, taillierte Kostüme mit Bubi-Krägen im 60s Stil sowie Etuikleider. Assoziationen zu anderen Modehäusern?! Der Twist steckt im Detail. Die Verzierungen und Accessoires sind ironisch, parodistisch oder satirisch. Komplett-Looks – ein Stil von Head to Heel. Sie erzählen den übertriebenen, exzentrischen, glitzernd behängten italienischen Look.

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Der künstlerische Ursprung MOSCHINOs Kollektionen zeigt sich immer wieder in avantgardistischen Entwürfen. Aussagekräftige Statements, surrealistische Elemente. Bei der S/S ´87 Kollektion liefen für das Showende die Models in riesigen MOSCHINO Einkaufstüten. Bei den folgenden Kollektionen trugen sie mehrstöckige Torten, Lampenschirme oder Gummienten als Hüte. Immer wieder Cowboyhüte, Leder, Metallicstoffe, MOSCHINO Gürtel.

„There´s not one unique single silhouette and there´s not one single unique fabrication but I think the one underlining element is humor.“ – Jeremy Scott, Chefdesigner bei MOSCHINO

Die Models auf dem Laufsteg führen sich wie Komödiantinnen auf. Sie tanzen, schreiten und übertreiben italienisch gestikulierend die Attitüde der reichen Damen. There´s no business like show business. Auch das gehört zum Stil MOSCHINO. Die Idee von Eleganz gepaart mit Humor.

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The MOSCHINO dress

Während ich mich im Spiegel betrachte läuft der Film in meinem Kopf weiter. Dieses Kleid gehört auf den Laufsteg. Zu den immer wiederkehrenden Uniformen. Der taillierte Schnitt, weiß abgesetzte Verzierungen auf Schwarz, Querstreifen und Schleifen. Dieses Kleid ist ein MOSCHINO Klassiker – und maritim. Es gibt keinen besseren Ort als Küste und Hafenanlagen um den Look zu komplementieren. Geschwungener Lidstrich, Perlen-Ohrringe und Armband, rosa Schleifen-Pumps. Kein Stilbruch, nur meine Haare vom Winde verweht. Ich kann es fühlen.

Die Leute stehen und schauen. Ich bin overdressed, aber das gehört zu meinem Stil. Zu MOSCHINO. Nicht jeder versteht es. Vielleicht verstehe ich es nicht mal. Ich liebe das Kleid. Ich finde es schön, süß und meine es irgendwie ernst. So sehr, dass es schon wieder ironisch ist. Auch das gehört zu MOSCHINO und seiner Geschichte. Humor, den nicht jeder versteht.

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The history of MOSCHINO

Seine Karriere begann Franco Moschino [mosˈkiːno] in Mailand. Nach seinem Studium an der Milan Academy of Fine Arts fing er 1971 als Modezeichner bei Gianni Versace an. 1983 gründete er sein eigenes Label. Seine Mode war geprägt von ironischen, provokanten und sozialkritischen Statements. Er machte sich über die Modeindustrie lustig. Während die Fachpresse die neue italienische Marke feierte, machte er sich bei etablierten Modehäusern und Designern eher unbeliebt. Als Anspielung auf das französische Modehaus entwarf er ein Shirt mit der Aufschrift „Channel N°5“. Chanel verklagte das Unternehmen und gewann, das T-Shirt musste vom Markt genommen werden. Immer wieder kritisierte der Designer mit seinen Entwürfen die Modebranche. Ihre Menschen waren für seinen Geschmack zu stolz und mode-besessen, nahmen sich selbst und die Mode zu ernst. Ironischerweise begannen vor allem die, über die er sich lustig machte, seine Mode zu tragen.

Für Moschino standen immer Spaß und Kreativität im Vordergrund.
Im Gegensatz zur restlichen Modebranche. Als Rebellion startete er 1991 seine „Stop the Fashion System“-Werbekampagne und präsentierte vorerst auf keiner Fashion-Show.
Werbeanzeigen zeigten Robbenbabys kurz vor dem Abschlachten für die Pelzindustrie.
1993 gründete er die Hilfsorganisation Project Smile! für HIV-infizierte Kinder. Ein Teil der Einnahmen geht bis heute an die Stiftung.
1994 präsentierte er eine Kollektion aus umweltfreundlichen Materialien unter dem Titel Ecouture. Im selben Jahr starb der Designer im Alter von nur 44 Jahren an Aids.

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Nach seinem Tod übernahm seine langjährige Mitarbeiterin Rosella Jardini als Chefdesignerin die kreative Leitung der Marke. Ihre Entwürfe für MOSCHINO waren klassischer, doch sie behielt stets die Ironie als Markenzeichen bei. 2013 engagierte sie Jeremy Scott als neuen Chefdesigner. Sie selbst wechselte zu Missoni.

Jeremy Scott erweckt die Marke MOSCHINO erneut zum Leben. Schon in seiner ersten Kollektion honoriert er die Idee der Marke, Humor und Protest, mit einer Kollektion inspiriert von der Fast-Food Kette McDonald´s und der Comic Figur Spongebob. Servier-Uniformen, Happy-Meal-Taschen und Comic-Schwämme zum Anziehen. Auch seine Entwürfe provozieren und bringen Humor in die Modewelt.

„I´m trying to make joy. I´m trying to make happiness. And that I don´t consider superficial, that I consider extremely neccessary.“ – Jeremy Scott

Einen der bedeutsamsten Momente schafft er mit dem Kronleuchter-Kleid aus der Herbst/Winter 2016 Kollektion. Aber auch an die Barbie-Kollektion oder das Parfum „MOSCHINO Toy“ – köpfe den Teddy um zu sprühen – werden wir uns erinnern. Auch Stars wie Lady Gaga, Rihanna und Katy Perry lieben seine Designs. Selbst Miss Piggy aus der Muppet-Show ließ sich von ihm einkleiden. Nicht umsonst wird Scott auch als das modische Equivalent zu Andy Warhol bezeichnet.

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Best purchase

MOSCHINO hat in den letzten Jahren seinen  Status als eins der beliebsten Labels gekonnt verteidigt. Längst ist es eine Ikone. Doch die typischen Kleidungs-Klassiker fehlen. Das mag an der relativ jungen Unternehmensgeschichte oder Humor als wiederkehrendes Stilmittel liegen. Aber es gibt Teile, die den Stil MOSCHINO repräsentieren, und Wunschzettel-Potenzial haben.

MOSCHINO Gürtel

Der Gürtel mit den verschiebbaren Goldbuchstaben ist inzwischen ein echter Klassiker. Jede Saison komplettiert er die Runway-Looks. Ob MOSCHINO oder eine andere Botschaft, mit diesem Accessoire setzt du ein Statement, das dennoch einfach in das Outfit zu integrieren ist. Neupreis ab 200€, Vintage ab 100€ Shop here

Elegantes klassisches Kleid

Mit dem klassischen kleinen Schwarzen kannst du nichts falsch machen. Kleider wie das meine werden immer wieder in die Kollektion MOSCHINOs integriert. Sie sind zeitlos genug um einen femininen und eleganten Look zu kreieren. Dennoch zeugen ihre Applikationen und Verzierungen von unterschwelligem Humor. Tragt es mit einem Augenzwinkern! Neupreis je nach Linie ab 500€, Sale ab 200€, Vintage ab 100€ Shop here

MOSCHINO Keypiece

Ein Keypiece, Trend- oder Statementteil erregt das meiste Aufsehen. Mehr MOSCHINO geht nicht. Dieser Kauf ist jedoch nur etwas für die Mutigen und Paradiesvögel unter uns. Außerdem solltest du diesen Schritt nur tun, wenn es dich nicht stört, dass dein Teil eindeutig einer Kollektion zuzuordnen ist und schnell nicht mehr im Trend. Woran du das merkst, habe ich in diesem Artikel beschrieben. Möglichkeiten gibt es viele. Aus der aktuellen A/W 17 Runway Kollektion wäre es beispielsweise das MOSCHINO-Tüten-Kleid, aus früheren Kollektionen der pinke Barbie Biker-Look in Leder. Der Preis variiert je nach Kleidungsstück und Hype. Neu ab 700 €, Vintage ab 500€

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MOSCHINO war für mich lange Zeit ein Label, dessen Namen ich weder aussprechen konnte noch die Geschichte und Idee dahinter verstand. Für mich ist es das Kleid, das eine Verbindung zu jeder Epoche und der Idee MOSCHINO schafft. Es vereint Vergangenheit und Gegenwart der Marke. Franco Moschino, Rosella Jardini, Jeremy Scott. Dieses Kleid ist ein Klassiker und ich kann es mit oder ohne Augenzwinkern tragen.Moschino-Franco-maritime-dress-black-white-bow-jeremy-scott-designer-brand-style-history-best-purchase-outfit-vintage-60s-sea-beach-port-living-like-golightly (13)


The moment I pushed the hanger aside and held the dress in front of me, I´m in love. The quintessence of the label united in a dress. MOSCHINO. Several times while shopping I held the one or other part of the second lines in my hands and could not resist a smile. The designer has humor, but while the runway shows inspired me, I never saw myself in the too loud and colorful clothes. But this dress is me. This dress is MOSCHINO. At least on a second glance.

The MOSCHINO style

I hold this dress in my hands and in front of my inner eye models run along the catwalk. Between the wild colorful patterns and the one big theme of the season, is there a style?! It is hard to comprehend, but there are certain recurring elements. Almost every collection shows classic cuts or even uniforms. In the spring / summer collection in 1986, Franco Moschino presented box jackets, waisted costumes with doll collars in 60s style as well as sheath dresses. Associations with other fashion houses ?! The Twist is in the details. The ornaments and accessories are ironic, parodistic or satirical. Complete Looks – a style from head to heel. They tell the exaggerated, eccentric, glittering Italian look.

The artistic origin of MOSCHINO’s collections is always reflected in avant-garde designs. Meaningful statements, surrealistic elements. In the S/S ’87 collection, the models were running in huge MOSCHINO shopping bags for the show end. In the following collections, they wore multi-storey cakes, lampshades, or gummies as hats. Again and again cowboy hats, leather, metallics, MOSCHINO belts.

„There´s not one unique single silhouette and there´s not one single unique fabrication but I think the one underlining element is humor.“ – Jeremy Scott, creative director at MOSCHINO

The models on the catwalk perform like comedians. They dance, pace and exaggerate Italian gesticulating the attitude of the rich ladies. There’s no business like show business. This also belongs to the style MOSCHINO. The idea of elegance paired with humor.

The MOSCHINO dress

As I look at myself in the mirror, the film continues in my head. This dress belongs to the catwalk. To the ever-recurring uniforms. The waisted cut, white contrasting embellishments on black, cross stripes and bows. This dress is a MOSCHINO classic – and maritime. There is no better place than coast and port to complement the look. Winged eyeliner, pearl earrings and bracelet, pink bow pumps. No change in style, only my hair blown by the wind. I can feel it.

People stand and look. I’m overdressed, but that’s part of my style. Part of MOSCHINO. Not everyone understands it. Maybe I do not even understand it. I love the dress. I find it beautiful, sweet and mean it somehow serious. So much so that it is ironic again. This is also part of MOSCHINO and its history. Humor, not everyone understands.

The history of MOSCHINO

Franco Moschino [moskiːno] began his career in Milan. After studying at the Milan Academy of Fine Arts, he began working as a fashion designer and illustrator at Gianni Versace in 1971. In 1983, he founded his own label. His fashion was characterized by ironic, provocative, and social-critical statements. He was making fun of the fashion industry. While the trade press celebrated the new Italian brand, he became rather unpopular with established fashion houses and designers. As an allusion to the French fashion house he designed a shirt with the inscription „Channel N ° 5“. Chanel sued the company and won, the T-shirt had to be taken from the market. Again and again, the designer criticized the fashion industry with his designs. Its people were too proud and fashion-obsessed for his taste, took themselves and fashion too seriously. Ironically, especially the ones he made fun of began to wear his fashion.

For Moschino fun and creativity were always the main focus.
Contrary to the rest of the fashion industry. As a rebellion, he launched his „Stop the Fashion System“ campaign in 1991 and didn´t present at any fashion show.
Advertising ads showed seal babys just before the slaughter for the fur industry.
In 1993, he founded Project Smile! For HIV-infected children. A part of the income goes to the foundation until today.
In 1994, he presented a collection of environmentally friendly materials under the title Ecouture. In the same year the designer died at the age of only 44 years caused by AIDS.

After his death, his long-term collaborator Rosella Jardini took over the creative direction of the brand as head designer. Her designs for MOSCHINO were more classic, but she always maintained the irony as a trademark. In 2013, she hired Jeremy Scott as the new chief designer. She herself changed to Missoni.

Jeremy Scott revives the MOSCHINO brand. Already in his first collection he honored the idea of the brand, humor and protest, with a collection inspired by the fast food chain McDonald’s and the cartoon character Spongebob. Serving uniforms, happy-meal bags and comic sponges to put on. His designs provoke and bring humor into the fashion world.

„I´m trying to make joy. I´m trying to make happiness. And that I don´t consider superficial, that I consider extremely neccessary.“ – Jeremy Scott

One of the most important moments he creates with the chandelier dress from the autumn/winter 2016 collection. But we will also remember the Barbie collection or the perfume „MOSCHINO Toy“. Also stars like Lady Gaga, Rihanna and Katy Perry love his designs. Even Miss Piggy from the Muppet show was dressed by him. Not for nothing, Scott is also known as the fashionable equivalent to Andy Warhol.

Best purchase

MOSCHINO has defended its status as one of the most popular labels in recent years. It has long been an icon. But the typical clothing classics are missing. This may be due to the relatively recent corporate history or humor as a recurring stylistic element. But there are parts that represent the style MOSCHINO, and have wish-list potential.

MOSCHINO belt

The belt with the sliding gold letters is now a real classic. Each season, it completes the runway looks. Whether MOSCHINO or another message, with this accessory you put a statement, which is nevertheless easy to integrate into the outfit. New price from 200 €, vintage from 100 € Shop here

Classic dress

With the classic little black dress you can never go wrong. Dresses like mine are always integrated into the collection MOSCHINOs. They are timeless enough to create a feminine and elegant look. Yet their applications and ornaments bear witness to subliminal humor. Wear it with a blink! New price depending on the line from 500 €, Sale from 200 €, Vintage from 100 € Shop here

MOSCHINO keypiece

A keypiece, trend or statement piece attracts the most attention. More MOSCHINO isn´t possible. This purchase is only for the brave and bird of paradise among us. In addition, you should only do this step if it doesn´t bother you, that your piece is clearly assigned to a collection and quickly no longer in the trend. How notice this, I have described in this article. There are many possibilities. From the current A/W 17 Runway collection it would be the MOSCHINO bag dress, from previous collections the pink Barbie biker look in leather. The price varies depending on the garment and hype. New from 700 €, vintage from 500 €

For me MOSCHINO was for a long time a label, whose name I could neither pronounce nor I knew the history and idea behind it. For me it is the dress that creates a connection to every epoch and the idea MOSCHINO. It unites past and present of the brand. Franco Moschino, Rosella Jardini, Jeremy Scott. This dress is a classic and I can wear it with or without winking.

Luxury guide: How to choose & buy your first designer bag

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Auf den Tag genau vor einem Jahr erreichte mich der Karton. Er stand ein paar Stunden im Wohnzimmer bis ich mich bereit fühlte ihn zu öffnen. Ich schob das knisterndes Seidenpapier und Staubbeutel zur Seite und hielt meine erste Luxus Designer Tasche in den Händen. Die Louis Vuitton Alma PM in Monogram Canvas. Ich war überwältigt und glücklich über meinen pre-loved Kauf. Bis zu diesem Zeitpunkt haben mich jedoch einige Gedanken gequält. Die Erfahrung, die erste Designer Tasche zu kaufen, werde ich mit euch teilen und mein Wissen und Tipps weitergeben.

Mein Bag Story Artikel bringt sicher schon einige meiner Gefühle bezüglich des großen Schritts zum Ausdruck und schildert die Geschichte zu meiner Designertasche. Zugegeben, meine Louis Vuitton ist nicht meine erste Designer-Tasche. Erst vor ein paar Wochen habe ich euch meine Michael Kors Tasche vorgestellt, die vor ein paar Jahren bei mir einzog. Aber meine Alma ist die erste, die den Titel Luxus Designertasche verdient. Eine Tasche aus dem Luxus-Preissegment. Meine erste richtige Designer Tasche, verbunden mit viel Aufregung, Geld und Recherche.

Der Kauf der ersten Designer Tasche ist etwas ganz besonderes. Ich habe vorher noch nie so viel Geld für ein einzelnes Kleidungsstück oder Accessoire ausgegeben. Meine Gefühle im Kaufprozess waren dementsprechend überwaltigend. An der ein oder anderen Stelle war ich etwas überfordert und wenn man so viel Geld auf einmal ausgibt, schläft man lieber noch eine weitere Nacht über den Kauf. Ein Leitfaden oder ausführliche Erfahrungsberichte hätten mir einiges an Arbeit erspart. Stattdessen habe ich Stunden mit meinem Laptop und Google verbracht. Ich kann euch die Recherche für euren Taschenkauf nicht abnehmen, aber ich kann euch Ratschläge für den Kaufprozess und die Auswahl geben.

Alle meine Ratschläge und Überlegungen gehen Hand in Hand und beeinflussen sich gegenseitig. Es gibt keine Reihenfolge in Wichtigkeit oder zeitlichem Ablauf. Grundsätzlich bezieht sich ein Teil der Überlegungen auf die Tasche an sich, der andere auf die Art des Kaufs.

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How to choose your first designer bag

Sprechen wir das offensichtliche an – die Wahl der richtigen Designer-Tasche. So viele Designer, so viele Modelle, Materialien und Farben. Die Garantie, dass für jeden Käufer etwas dabei ist, garantiert auch die Qual der Wahl. Nach welchen Kriterien sollte ich die erste Designer Handtasche wählen?

The brand

Eine essentielle Entscheidung ist, welche Marke du haben möchtest. Du solltest dich mit ihr identifizieren können, schließlich trägst du ihr Aushängeschild oder Logo später am Arm durch die Gegend. Ich finde es hilfreich sich mit der Geschichte der Marke auseinanderzusetzen. Vor einigen Jahren stand bei großen Modehäusern für mich nur der Status-Gedanke im Vordergrund und löste Begehren aus. Mit der Zeit habe ich mich mit einigen Designern und ihrer Geschichte mehr befasst. Hinter den Logos und schönen Fassaden befinden sich Menschen und eine Geschichte. Diese Geschichte und der Hintergrund der Marke ist es, was sie bis heute erfolgreich macht. Auch kann es hilfreich sein sich ältere und aktuelle Kollektionen des Labels anzusehen. Neben Handtaschen kann hier durch Kleidung und verschiedene Komplett-Looks ein Gefühl für den Stil der Marke vermittelt werden. Dadurch kristallisiert sich schon teilweise heraus, welcher Stil mit deinem vereinbar ist.

Seitdem ich Interesse an Mode entwickelte standen stets die gleichen Marken auf meiner Wunschliste. Louis Vuitton, Chanel, Prada, Gucci… Designer, die mir von jeder zweiten Magazin-Seite entgegenstrahlten oder sich bis in Filmtitel vorgekämpt haben. Verehrung rein auf Basis des Logos und Bekanntheitsgrades. Hintergrundwissen oder der Blick auf ihren Stil? Nein. Erst vor ein paar Jahren begann ich mich intensiver mit einigen Designern auseinanderzusetzen. Chanel ist nach wie vor mein Traum. Aber Louis Vuitton machte für mich eine Wendung. Ehrlich gesagt ging es mir zuvor nur darum mir eine LV Tasche leisten zu können, nicht darum eine zu besitzen. Bis ich mich in die Geschichte der Marke einlas. Eine Geschichte über scheinbar unerreichbare Träume und Reisen. Französische Handwerkskunst und Qualität. Louis Vuitton war mehr als ein Logo. Ich wollte einen Teil dieser Geschichte.

The model

Jede Saison neue Modelle, neue Ausfertigungen, alte werden abgesetzt. Was Saison für Saison überdauert sind Klassiker. Modelle, die seit Jahrzehnten von einem Modehaus produziert werden. Sie werden auch noch in einigen Saisons aktuell sein und ich würde bei der ersten Designer Tasche immer zur klassischen statt Trend Stücken raten.  Durch ständige Preiserhöhungen und die lange Aktualität sind sie wertbeständig und können im Zweifelsfall ohne Probleme und große Verluste weiterverkauft werden.

Die wohl wichtigste Entscheidung:
Welches Modell passt zu mir? Welches unterstreicht meine Persönlichkeit?
Ich persönlich bin der Meinung, dass auch Designer-Taschen Gebrauchsgegenstände sind und nicht im Regal verstauben sollten. Daher ist es wichtig den Anlass zu bestimmen um sie möglichst oft tragen zu können. Geschmack steht an oberster Stelle, aber auch die Größe und Form spielen eine Rolle. Gehörst du eher zu den Frauen, die ihren gesamten Haushalt mit sich herum schleppen oder reduzierst du es eher auf ein Minimum? Willst du einen kleinen Raum nur für dich oder soll dein Leben in ihr Platz finden? Auch hier macht es Sinn sich mit der Geschichte des einzelnen Modells auseinanderzusetzen. Für mich war das der Punkt, an dem der Funke wirklich übersprang.

Die bekanntesten und sicherlich meist verkauften Louis Vuitton Taschen sind die Neverfull und Speedy. Für mich persönlich sind Shopper wie die Neverfull viel zu groß. Der zusätzliche Raum würde ungenutzt bleiben oder schnell im Chaos versinken. So sehr ich die Geschichte der Speedy liebe, die für Audrey Hepburn designt wurde, finde ich die Tasche eher unpraktisch. Sie lässt sich leider nicht so weit öffnen und verschluckt regelrecht ihren Inhalt. Außerdem wollte ich keins der häufig als Fake kopierten Modelle. Die Alma war und ist in meinen Augen perfekt. Sie wurde für Coco Chanel designt und ist die einzige Tasche, die sie neben ihren eigenen Kreationen trug.

Die Tasche ist es! Doch in welcher Größe? Oft kommen die Modelle in verschiedenen Größen und auch hier ist es wichtig sich nochmal den Anlass vor Augen zu führen. Damit geht auch die Händelbarkeit einher. Wie gut lässt sich die Tasche öffnen, wie ist ihre Aufteilung? Auf welche Art kannst du sie tragen? Musst du sie in der Hand halten oder kannst du sie am Tragegriff in der Armbeuge tragen? Hat sie einen Schultergurt, welche Länge hat er, oder kannst du zumindest einen anbringen? Möchtest du sie Crossbody tragen oder nur über die Schulter hängen?

Die Alma kommt in den Größen Nano, BB, MM und PM. Nano und BB besitzen einen Schultergurt und können Crossbody getragen werden. An der MM und PM kann ein Schultergurt angebracht werden. Für mich war die große PM die richtige Wahl. Momentan überlege ich einen Gurt zu kaufen, wobei sie dafür wahrscheinlich zu groß ist.

Um es möglichst oft tragen zu können, sollte das Modell zur restlichen Garderobe passen. Neutrale Farben lassen sich leichter kombinieren als auffällige Farbtöne, andererseits könntest du mit einem farbigen Modell auch einen echten Hingucker schaffen. Metallelemente kommen bei vielen großen Marken in unterschiedlichen Ausführungen. Du solltest überlegen ob du eher ein Typ für Gold oder Silber bist und wozu du öfter greifst. Welches Metall harmoniert eher mit den Farben deiner Kleidung? Welches gefällt dir in Kombination zur Tasche besser und unterstreicht deine Persönlichkeit?

Die Alma kommt in den verschiedensten Farben, aber ich habe mich für den klassischen Monogramm-Print entschieden. Braun und Gold harmonieren perfekt mit meiner restlichen Garderobe und sind ebenfalls als Kontrast einsetzbar.

Zum Teil wird das selbe Modell auch in unterschiedlichen Materialien angeboten. Wie beständig oder empfindlich sind die unterschiedlichen Materialien? Welches ist besonders anfällig gegenüber Wasser oder zerkratzt schnell? Wie wird es sich im Laufe der Zeit entwickeln?

Wie die meisten Louis Vuitton Modelle kann man auch bei der Alma zwischen verschiedenen Leder-Arten und Canvas wählen. Meine ist zum größten Teil aus dem strapazierfähigen Canvas und nur der Boden und die Tragegriffe sind aus Vachetteleder. Das Leder ist sehr anfällig gegenüber jeglicher Nässe und es können sich Wasserflecken bilden. Während es im neuen Zustand hell und cremefarben ist, entwickelt es im Laufe der Zeit eine Patina. Meine Alma hat eine schöne honigfarbene Patina und nur wenige Wasserflecken. Ihre Patina erzählt eine Geschichte und macht für mich den Charme der Tasche aus.

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Reviews & Reality

Als Entscheidungshilfe welches Modell in welcher Ausfertigung es sein soll ist eine umfassende Recherche sinnvoll. Betrachte nicht nur Fotos, sondern lese Reviews oder sieh sie dir auf YouTube an. Eine Review gibt immer nur eine Meinung und Geschmack wider und erst nach mehreren bekommst du einen realistischen Eindruck von deinem Traumstück. Doch nichts ersetzt die Realität. Sobald du dir relativ sicher bist welches Modell es sein soll, solltest du eine Boutique der Marke besuchen oder einen Second Hand Designer-Store. Sowohl Reviews als auch der Realitäts-Check können ernüchternd wirken. Wenn ich verliebt bin neige ich dazu, mir etwas schön zu reden. Wenn jedoch zahlreiche Personen von schlechten Erfahrungen berichten oder du selbst ein unstimmiges Gefühl hast, lass es lieber. Bei manchen großen Designern bezahlt der Konsument inzwischen nur noch den Namen statt der Qualität.

Meine Alma hielt ich erst nach dem Kauf in den Händen. Zuvor hatte ich jedoch zahlreiche Reviews und Fake-Checks gesehen und hatte mir in einer Secondhand Boutique eine Alma in anderer Ausführung ausprobiert. Dies gab mir ein Gefühl für die Tasche an sich, ihre Größe, Handlichkeit und das Verhältnis zu meinem Körper.

Ja, ich will! Wenn das Hoch-Gefühl auch nach einem realistischen Eindruck anhält und dich in deiner Entscheidung bestärkt, genieße es. Dennoch solltest du den Kauf nicht überstürzen. Überlege dir gezielt Outfit-Kombinationen für deine Zukünftige. Stell dich vor deinen Kleiderschrank, nimm Kleidung heraus und stell dir deine Tasche dazu vor. Für den Anfang ist es am leichtesten in der selben Farbwelt zu bleiben, doch du kannst auch mutigere Gedankenspiele wagen. Pinterest, Instagram, Blogs und Google sind eine großartige Inspirationsquelle. Wie kombinieren andere Personen die Tasche, entspricht es deinem Stil und kannst du ähnliche Outfits umsetzen?

Mehrere Tage fand ich mich gedankenverloren vor meinem Kleiderschrank wieder. Ich weiß nicht mehr welche Mindestgrenze ich mir setzte, aber diese Anzahl an möglichen Outfits wollte ich erreichen. Ich wollte mir sicher sein, dass meine Louis Vuitton zu meiner Garderobe und Lebensstil passt. Social Media und Suchmaschinen bestätigten mich immer wieder. Alma ist die Richtige. Letztendlich dreht es sich alles um dein Gefühl und darum viele Gelegenheiten zu haben, sie zu tragen.

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How to buy your first designer bag

Dass die Wahl des Modells und der Marke auch mit dem persönlichen Budget in Zusammenhang steht, ist klar. Aber die Art des Kaufs kann zum entscheidenden Faktor werden und es teilweise ermöglichen ein Modell zu kaufen, das unter normalen Umständen außerhalb des Budgets läge.

Luxury store

Beim Kauf in einer Boutique des Labels bekommst du natürlich die ganze Designer-Erfahrung geboten. Sekt, eine freundliche Beratung und glamouröse Verpackung gehören dazu. Im Internet liest man jedoch auch von einigen schlechten Erfahrungen, die sich auf einzelne Marken oder Stores beziehen. Eine Garantie für den chicen Einkauf und das entsprechende Gefühl gibt es nicht. Der Preis wird in den Stores wie auf der Website des Designers am höchsten sein. Sale ist abhängig vom Label und die Ausnahme.

Sale & Outlets

Auf der Suche nach einem Schnäppchen lohnt es sich manchmal den Sale von Online-Händlern und Kaufhäusern abzuwarten. Dieser beschränkt sich aber in den meisten Fällen auf saisonale Modelle und manche Marken wie Louis Vuitton reduzieren ihre Taschen nie.

Outlets – egal ob online oder offline – haben meistens noch höhere Rabattierungen als im Sale. Aber auch hier gibt es eher übrig gebliebene Trend-Stücke und weniger die klassischen Modelle.

Pre-Loved

Die größten Möglichkeiten tun sich jedoch bei Pre-loved Käufen auf. Der Secondhand-Markt für Designer-Kleidung und Accessoires ist riesig. Ich weiß nicht, wie er mir für so lange Zeit unbekannt bleiben konnte. Gerade bei Vintage Taschen aus den 90er Jahren oder früher spart man je nach Modell und Zustand hunderte oder tausende von Euro. Aber auch neue Taschen, zum Teil noch mit Preisschildern, können im Vergleich zum Kauf im Store günstiger sein. Die Unterschiede sind allerdings nicht mehr so groß. Dennoch bietet es die Chance Modelle zu finden, die überall ausverkauft sind. Wichtig ist, dass der Shop seriös ist. Auf Ebay, Kleiderkreisel und in Facebook-Gruppen gibt es so viele Fakes, dass du nie vorsichtig genug sein kannst. Es gibt aber auch viele seriöse Anbieter mit Trusted Shops Siegel, qualifizierten Mitarbeitern und Erfahrung.

Wer einen Offline-Kauf bevorzugt kann Designer-Secondhand Shops besuchen. Wichtig ist, dass es feste Shops sind und die Produkte auch durch diesen verkauft werden. Ich kenne eine Reihe von Secondhand Shops, die lediglich die Lagerfläche vermieten und zum Teil eine Provision erhalten. Verkauft wird durch Privatpersonen, wodurch schnell Fakes ihren Weg ins Regal finden. Dennoch gibt es Stores, die für die Authenzität die Verantwortung übernehmen. Kritisch ist jedoch der Kauf von Designer-Taschen auf Flohmärkten. Darauf werde ich allerdings noch in einem separaten Artikel näher eingehen.

Meine Louis Vuitton Alma habe ich letztendlich bei Designer-Vintage.com gekauft. Wie es dazu kam und wie der Kauf ablief, habe ich euch bereits in diesem Artikel geschildert.

Rent a bag

Eine andere Art des Second Hand Kaufs sind Taschen-Mietservices. Für einen bestimmten Zeitraum wird über ein Abo oder einmalig eine Designer-Tasche gegen Gebühr ausgeliehen. Meistens besteht nach Ende der Laufzeit die Möglichkeit die Tasche für eine End-Summe abzukaufen. Perfekt für unsichere Käufer oder um einem Trend zu folgen. Ein sehr interessanter und nachhaltiger Ansatz.

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Mein wichtigster Ratschlag ist jedoch euch genügend Zeit zu lassen und auf euer Bauchgefühl zu hören.

Jetzt sitze ich hier, meine Louis Vuitton an meiner Seite, und bin zufrieden. Ein Jahr ist vergangen, ein Wasserfleck im Berliner Regen dazugekommen, noch mehr Geschichten. Ja, ich träume bereits von meiner nächsten Anschaffung, aber diese Tasche war für mich die perfekte Wahl. Ich wünsche dir, dass du ebenfalls die richtige Entscheidung triffst, wenn der große Schritt ansteht, und dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen konnte. Für weitere Fragen und Beratung stehe ich dir gerne zur Seite. Oder auch nur um gemeinsam zu träumen. Ich freue mich von dir zu hören.

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The carton reached me exactly a year ago. I placed it a few hours in the living room until I felt ready to open it. I pushed the crackling silk paper and dust bag aside, held my first luxury designer bag in my hands. The Louis Vuitton Alma PM in Monogram Canvas. I was overwhelmed and happy about my pre-loved purchase. Until that time, however, some thoughts have tormented me. I will share with you my experience to buy the first designer bag, my knowledge and tips.

My Bag Story article is sure to express some of my feelings about the big step and portray the story of my designer bag. Admittedly, my Louis Vuitton is not my first designer bag. Just a few weeks ago, I introduced you to my Michael Kors bag, which moved in with me a few years ago. But my Alma is the first one to earn the title of luxury designer bag. A bag in the luxury price segment. My first real designer bag, combined with lots of excitement, money and research.

The purchase of the first designer bag is something very special. I have never spent so much money on a single garment or accessory before. My feelings in the buying process were accordingly overwhelming. At some point or another, I was a bit overwhelmed, and if you spent so much money at once, you’d rather sleep another night over the purchase. A guide or detailed experience reports would have spared me a lot of work. Instead, I spent hours with my laptop and Google. I can not take the research for your bags, but I can give you advice on the buying process and the selection.

All my advice and reflections go hand in hand and influence each other. There is no order in importance or timing. Basically, a part of the considerations refers to the bag itself, the other to the way of buying.

How to choose your first designer bag

Let’s talk about the obvious – the choice of the right designer bag. So many designers, so many models, materials and colors. The guaranty of having something for every buyer guarantees the agony of choice. What criteria are important for choosing the first designer handbag?

The brand

An essential decision is what brand you want to have. You should be able to identify with it, after all, you carry the logo on your arm. I find it helpful to deal with the history of the brand. A few years ago, in the case of large fashion houses, only the status idea stood out for me and triggered desires. Over time I have dealt with some designers and their history more. Behind the logos and beautiful facades are people and a story. This story and the background of the brand is what makes it successful today. It can also be helpful to look at older and current collections of the label. In addition to handbags can be conveyed here through clothing and various complete looks a sense of the style of the brand. This partly crystallizes out, which style is compatible with yours.

Since I developed interest in fashion for a long time the same brands were on my wishlist. Louis Vuitton, Chanel, Prada, Gucci … designers, who have shone on me from every second magazine page or have made it to become a filmtitel. Adoration purely on the basis of the logo and degree of recognition. Background knowledge or a look at their style? No. Only a few years ago I began to discuss more intensively with some designers. Chanel is still my dream. But Louis Vuitton made a turn for me. To be honest, all the time I just wanted to be able to afford a LV bag, not to have one. Until I read the history of the brand. A story about seemingly unattainable dreams and travels. French craftsmanship and quality. Louis Vuitton was more than a logo. I wanted a part of this story.

The model

Each season new models, new copies, old ones are discontinued. What season for season persists are classics. Models that have been produced by a fashion house for decades. They will still be up-to-date in some seasons and I would always recommend the classic designer bag instead of trend pieces. Due to constant price increases and the long-term relevance, they are value-resistant and can be sold out in case of doubt without problems and big losses.

Probably the most important decision:
Which model suits me? Which underscores my personality?
Personally, I believe that designer bags are also consumer goods and should not be dusty on the shelf. Therefore, it is important to determine the occasion to wear it as often as possible. Taste is at the top, but also the size and shape play a role. Do you rather belong to the women who carry their entire household with them or do you reduce it to a minimum? Do you want a small space just for you or should your life find its place? Again, it makes sense to deal with the history of the individual model. For me this was the point where the spark really sprang.

The most famous and certainly best-selling Louis Vuitton bags are the Neverfull and Speedy. For me personally, shoppers like the Neverfull are way too big. The additional space would remain unused or sink quickly into chaos. As much as I love the story of the Speedy designed for Audrey Hepburn, I find the bag rather impractical. Unfortunately, it does not open widely and swallows its content. In addition, I wanted none of the models often copied as fake. The Alma was and is perfect in my eyes. It was designed for Coco Chanel and is the only bag she wore next to her own creations.

The is the bag! But in which size? Often the models come in different sizes and here again it is important to think about the occasion. This also goes hand in hand with the feasibility. How well can the bag be opened, how is its division? In which ways can you carry it? Do you have to hold it in your hand or can you carry it on the carrying handle in the arm bend? Does it have a shoulder strap, which length does it have, or can you at least install one? Do you want to wear it crossbody or just hang over the shoulder?

The Alma comes in the sizes Nano, BB, MM and PM. Nano and BB have a shoulder strap and can be worn crossbody. A shoulder strap can be attached to the MM and PM. For me, the PM was the right choice. At the moment, I’m considering buying a belt, but probably the PM is to big for it.

In order to wear it as often as possible, the model should fit into the rest of the wardrobe. Neutral colors can be combined more easily than eye-catching colors, on the other hand you can create a real eye-catcher with a colored model. For many brands Metals come in many different designs. You should consider whether you are more a person for gold or silver and which you grabe more often. Which metal harmonizes more with the colors of your clothes? Which one do you like in combination with the bag better and underlines your personality?

The Alma comes in a variety of colors, but I have chosen the classic monogram print. Brown and gold harmonize perfectly with my remaining wardrobe and can also be used as a contrast.

Sometimes the same model is offered in different materials. How resistant or sensitive are the different materials? Which is particularly vulnerable to water or scratched quickly? How will it evolve over time?

Like most Louis Vuitton models, you can also choose between different types of leather and canvas for the Alma. My is mostly made of the durable canvas and only the bottom and the carrying handles are made of Vachette leather. The leather is very vulnerable to any moisture and water spots can form. While it is bright and creamy in its new condition, it develops a patina over time. My Alma has a beautiful honey-colored patina and only a few water stains. The patina tells a story and makes for me the charm of the bag.

Reviews & Reality

As a decision-making aid which model in which copy it should be a comprehensive research is useful. Don´t just look at photos, read reviews, or watch them on YouTube. A review always reflects only one opinion and taste and only after several you get a realistic impression of your dream piece. But nothing replaces reality. Once you are fairly sure which model it should be, you should visit a boutique of the brand or a secondhand designer store. Both reviews and the reality check can be sobering. When I’m in love, I tend to ignore disadvantages. If, however, many people report bad experiences or you have a disagree, rather leave it. With some great designers the consumer now only pays for the name instead of the quality.

My Alma I first held in the hands after the purchase. Previously, however, I had seen numerous reviews and fake checks and had tried an Alma in a different version in a second hand shop. This gave me a feeling for the bag itself, its size, handiness and the proportion to my body.

Yes I do! If the high feeling continues after a realistic impression and strengthens you in your decision, enjoy it. Nevertheless you should not rush the purchase. Think about outfit combinations for your future. Stand in front of your wardrobe, take out clothes and imagine your bag. For the beginning it is easiest to stay in the same color world, but you can also dare more brave thoughts. Pinterest, Instagram, Blogs and Google are a great source of inspiration. How do other people combine the bag, does it match your style and can you wear similar outfits?

For several days I found myself lost in thought in front of my wardrobe. I do not know what minimum limit I set myself, but this number of possible outfits I wanted to reach. I wanted to be sure that my Louis Vuitton fits my wardrobe and lifestyle. Social media and search engines confirmed me again and again. The Alma is the right choice. Ultimately, it is all about your feeling and therefore many opportunities to wear it.

How to buy your first designer bag

That the choice of the model and the brand is also related to the personal budget is clear. But the way of the purchase can become a decisive factor and partly allow to buy a model that would be outside the budget under normal circumstances.

Luxury store

When you buy in a boutique of the label you get the whole designer experience. Sparkling wine, friendly advice and glamorous packaging. On the Internet, however, there are also some bad experiences that relate to individual brands or stores. There is no guarantee for the chic shopping and the corresponding feeling. The price will be the highest in the stores as on the website of the designer. Sale is dependent on the label and the exception.

Sale & Outlets

In the search for a bargain it is sometimes worthwhile to wait for the sale of online merchants and department stores. This, however, is limited in most cases to seasonal models and some brands like Louis Vuitton never reduce their bags.

Outlets – whether online or offline – usually have even higher discounts than in the sale. But here, too, there are more leftover trend pieces and less the classic models.

Pre-Loved

The biggest possibilities offer pre-loved purchases. The second-hand market for designer clothing and accessories is huge. I don´t know how it could remain unknown to me for so long. Especially with vintage bags from the 90s or earlier, one saves hundreds or thousands of euros depending on the model and condition. But also new bags, some of them still with price tags, can be cheaper compared to the purchase in the store. However, the differences are no longer so great. Nevertheless, it offers the opportunity to find models, which are sold out everywhere. It is important that the shop is reputable. There are so many fakes on ebay and Facebook groups that you can never be careful enough. However, there are also many serious suppliers with Trusted Shops seal, qualified employees and experience.

Those who prefer an offline purchase can visit designer second hand shops. It is important that it is a fixed shop and that the products are also sold by it. I know a number of secondhand shops that only rent the warehouse space and get a commission in part. Sold by private individuals some fakes find their way to the shelves. Nevertheless, there are stores that take responsibility for authenticity. Critical, however, is the purchase of designer bags on flea markets. I will go into this in a separate article.

My Louis Vuitton Alma I finally bought at Designer-Vintage.com. The story and how I purchased the Alma, I have already described to you in this article.

Rent a bag

Another type of second hand purchases are pocket rental services. For a certain period of time, a designer bag will be borrowed for a fee. Usually, after the end of the term, it is possible to buy the bag for a final sum. Perfect for unsafe buyers or to follow a trend. A very interesting and sustainable approach.

My most important advice, however, is to allow you plenty of time and to listen to your heart.

Now I am sitting here, my Louis Vuitton by my side, and I´m satisfied. A year has passed, it got a water mark in the Berlin rain, and even more stories. Yes, I am already dreaming of my next purchase, but this bag was the perfect choice for me. I wish you to make the right decision when the big step is coming, and that I could contribute a small part. For further questions and advice, I will be happy to assist you. Or even just to dream together. I look forward to hearing from you.

Designer experience – Storytime & What´s in my Michael Kors bag

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Die Beziehung zwischen einer Frau und ihrer Handtasche ist ein Mysterium. Sie ist nicht immer erklärbar. Ein What´s in my bag lüftet einen Teil ihrer Geheimnisse – und erfüllt sämtliche Blogger-Klischees. Aber uns alle treibt die Neugier und der Wunsch Geheimnisse zu erfahren. Eine Handtasche verbirgt jedoch nicht nur die Dinge in ihrem Inneren sondern auch eine Geschichte. Welchen Inhalt und welche Geschichte meine Michael Kors Tasche hütet und wie sie in Bezug zu meinem ersten Kontakt mit der Designer-Welt steht, gebe ich heute preis.

Ich weiß nicht ob du beim Anblick eines Designer-Teils das Gleiche empfindest wie ich. Ich sage absichtlich Empfinden, denn mit Denken hat das nichts zu tun. Es ist irrational. Ob es sich nun um Mode handelt oder eine andere Leidenschaft spielt eigentlich keine Rolle, aber erinnerst du dich noch daran, wie du das erste Mal mit ihr in Kontakt kamst?

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Vielleicht hast du wie ich jeden Monat Magazine verschlungen. Mit deinen Fingern über die Seiten gestrichen, die die wunderschönen Kleider, Taschen und Schuhe zeigten.
Bei Trend-Analysen mit verschiedenen Shopping-Alterativen spiele ich noch heute in Gedanken durch, welches der Teile ich mir kaufen würde. Welches gefällt mir am besten? Ich picke mir zielsicher das Teuerste raus. Aber welche junge Frau aus durchschnittlichen Verhältnissen trägt ihre Bücher in einer Chanel-Tasche zum Unterricht? Oberflächlichkeiten wie diese sind nicht wirklich wichtig oder nötig. Wie für viele andere Mädchen auch, waren die Bilder und Videos mein einziger Zugang zu Designermode. Es war okay, aber ich sehne mich nach mehr. Wie bereits gesagt, irrational. Unnötig und oberflächlich. Es ist mir fast unangenehm diese Gedanken zu teilen und viele werden es nicht verstehen. Aber Leidenschaft muss nicht verständlich sein.

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Meine Liebe zu Designer-Teilen bezog sich lange Zeit nur auf Abbildungen. Bis ich im September 2014 zum ersten Mal einen größeren Peek & Cloppenburg Store besuchte. Die Kette war mir schon vorher bekannt, aber bis zu diesem Augenblick war mir nicht bewusst, was für Labels sie vertritt. Ich hatte bereits einen Lederrock gefunden, nahm die Rolltreppe zur nächsten Etage und fand mich wieder zwischen Armani, Burberry und Michael Kors. Über den Regalen mit feinster Kleidung strahlten mir die massiven Buchstaben der Logos entgegen. Jeder Bereich wie eine eigene Boutique und ich mittendrin. Mein Herz klopfte wie wild als ich einen  Kaschmirschal in den Händen hielt. Dann einen Trenchcoat von Burberry. One day, baby…

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Was bis zu diesem Augenblick unerreichbar erschien wurde nun real. Ich konnte die teuren Marken zum ersten Mal anfassen. Es fühlte sich so besonders an. Zu dieser Zeit war eine Marke überall. Michael Kors. Woher der Hype um die Marke auf einmal kam, kann ich nicht sagen, aber auch mich lies es nicht kalt. Als ich dort zwischen den Kleiderstangen stand und die erste echte Michael Kors Tasche in den Händen hielt, war es vollends um mich geschehen. Einen Monat später schenkten mir meine Eltern eine MK Tasche zum Geburtstag und ich kaufte mir eine Uhr der Marke. Ich war wahnsinnig dankbar und stolz.

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Eine Handtasche ist ein sicherer Ort. Intim und persönlich. Aber ich gewähre euch einen kurzen Blick in ihr Inneres. Ich bin eine dieser Frauen, die sich ohne Handtasche nackt fühlt. Wohin soll ich mit meinen Händen? Es ist selten, dass ich die Freiheit ohne Tasche unterwegs zu sein genieße. Dabei trage ich nicht mal viel mit mir herum. Ein Teil meiner Sachen wechselt mit mir von Tasche zu Tasche. Die Schlüssel meiner Vespa, Sonnenbrille, Portemonaie und iPhone. Aber es gibt auch Dinge, bei denen ich vergesse wo sie sind, bis ich einen Blick in meine Handtasche werfe. Da wäre das Parfum La vie est belle von Lancome. Schmuck, den ich bereits auf dem Nachhauseweg abnehme und mit seinem Kästchen im Seitenfach verstaue. Roter Lippenstift und Miracle Cushion Make-Up – ebenfalls von Lancome. Um ehrlich zu sein, vergesse ich im Laufe des Tages oder Abends mein Spiegelbild. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal mein Make-up aufgefrischt habe. Aber diese Dinge in meiner Handtasche geben mir Sicherheit. Genug um sie ab und zu zu vergessen. Sicherheit wie die Tasche selbst.

Inzwischen ist diese Tasche nicht mehr das einzige Designer-Teil in meinem Kleiderschrank. Ich verspüre nicht mehr das anfängliche Kribbeln, aber ich mag sie immer noch sehr. Sie repräsentiert für mich den Zugang zu der Welt wunderschöner Kleidung und Designs. Es ist eine neue Art der Verbundenheit.

Shop the look:
Michael Kors Bag (similar here) Vintage Dress (similar here), Vintage Shirt (similar here), Vintage Belt (similar here), Vince Camuto Boots (similar here)

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Picture Credit & Copyright: Frank Lemburg, Fotostudio Wilder
*Dieser Artikel entstand in liebevoller Zusammenarbeit mit P&C Düsseldorf. Alle Meinungen und Erfahrungen sind meine eigenen und spiegeln meinen persönlichen Stil und Geschmack wider.


The relationship between a woman and her handbag is a mystery. It can not always be explained. A What’s in my bag reveals some of the secrets – and fulfills all the blogger stereotypes. But all of us are driven by curiosity and desire to know secrets. A handbag conceals, however, not only the things inside it but also a story. Today I´ll reveal what´s the content and history of my Michael Kors bag and how it relates to my first contact with the designer world.

I don´t know if you have the same feeling as I do when seeing a designer bag. I´m talking about feelings, because thinking has nothing to do with it. It is irrational. Whether it’s fashion, or a different passion, doesn´t matter, but do you remember how you came into contact with it for the first time?

Maybe you’ve devoured magazines every month. With your fingers you stroked across the pages, which showed the beautiful clothes, bags and shoes.
In the case of trend analyzes with different shopping alternatives, I still play through in mind which of the parts I would buy. Which one do I like best? I pick the most expensive out of the box. But which young woman from average circumstances carries her books for school in a Chanel bag? Superficialities like these are not really important or necessary. As for many other girls as well, the pictures and videos were my only access to designer clothes. It was okay, but I long for more. As I said before, irrational. Unnecessary and superficial. It is almost unpleasant to share these thoughts and many will not understand. But passion does not have to be understandable.

For a long time my love for designer pieces related to pictures only. Until I visited in September 2014 for the first time a larger Peek & Cloppenburg Store. The chain was already known to me before, but up to that moment I was not aware of what labels it represents. I had already found a leather skirt, took the escalator to the next floor and found myself again between Armani, Burberry and Michael Kors. Over the shelves with the finest clothes, the massive letters of the logos shone. Every area was like its own boutique and I stood in the middle of it. My heart pounded wildly as I held a cashmere scarf in my hands. Then a trench coat from Burberry. One day, baby …

What seemed unattainable up to this moment became real. I could handle the expensive brands for the first time. It felt so special. At that time, one brand was everywhere. Michael Kors. I can´t say why it was hyped at that time, but it got me. As I stood there between the clothes hangers and held the first genuine Michael Kors bag in my hands, it had completely happened to me. A month later my parents gave me a MK bag for my birthday and I bought a watch by the brand. I was incredibly grateful and proud.

A handbag is a safe place. Intimate and personal. But I´ll give you a brief look inside. I am one of those women who feels naked without a handbag. Where should I go with my hands? It is rare that I enjoy freedom without a bag. Even though I do not take many things with me. A part of my stuff changes with me from one pocket to another. The keys of my Vespa, sunglasses, portemonaie and iPhone. But there are also things I forget about where I left them until I take a look at my handbag. The perfume La vie est belle by Lancome. Jewelery, which I already removed on the way home and stowed with its box in the shed. Red lipstick and Miracle Cushion make-up – also by Lancome. To be honest, I forget my reflection in the course of the day or evening. I do not know when I last refreshed my makeup. But these things in my handbag give me safety. Enough to forget them from time to time. Safety like the bag itself.

Meanwhile, this bag is no longer the only designer piece in my wardrobe. I no longer feel the initial tingling, but I still like it very much. To me it represents the access to the world of beautiful clothes and designs. It is a new kind of connectedness.

*This article results from my cooperation with P&C Düsseldorf. All opinions are my own represent my personal style and liking.

Vivienne Westwood talks at Bread & Butter

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Was ist Ironie? Wer bisher keine passende Definition finden konnte, hier kommt die Antwort der Modebranche: Ironie ist, wenn Zalandos Trend-Messe Bread & Butter Vivienne Westwood zum Panel-Talk einlädt – und diese die Zuhörer auffordert:

„Don’t buy anything this season!“

Letzte Woche lud Zalando Presse und Modeleute ein, um das Konzept für die Bread & Butter 2017 vorzustellen. In einem Panel sprachen unter anderem Model und Aktivistin Adwoa Aboah und Vivienne Westwood über die modernen Abläufe der Modeindustrie und Social Media, um mit Content-Transfer für die Veranstaltung zu werben. Thema BOLD, bei allen Rednern unter dem großen Aspekt Konsum. Doch Dame Westwood nutzte die Bühne um auf Themen wie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung aufmerksam zu machen. Vivienne Westwood die Queen of Punk. Ständige Rebellin.

„Bold… how do you become bold? Well, I think that you have to make a choice and I think at least 50 percent of the people in the world have never made a choice or decision in their lives. […] And if you want bold, that´s what you got to do. You have to choose and you have to choose less. You can´t just keep on buying things. The best thing I´ve ever said is: Buy less, choose well and make it last.“ – Vivienne Westwood

Vivienne-Westwood-talks-at-Bread-&-Butter-Zalando-preevent-sustainability-bold-don´t-buy-anything-this-season-designer-portrait-queen-of-punkVivienne-Westwood-talks-at-Bread-&-Butter-Zalando-preevent-sustainability-bold-don´t-buy-anything-this-season-designer-portrait-queen-of-punk

Eine deutliche Ansage und gerade im Kontext einer auf Konsum ausgerichteten Veranstaltung sehr mutig. Ebenfalls sehr beeindruckend der kleine Seitenhieb auf ihr eigenes Unternehmen. Die Marke Vivienne Westwood sei zu groß und es ließe sich nicht mehr alles kontrollieren. Durch die aktuelle Produktionskette wird die Qualität nicht mehr den Ansprüchen der Designerin gerecht.

„Buying less and choosing quality means that designers can make better fashion, not just lead by marketing and commercial interests. Fashion is part of culture, but not at the moment.“

Ist es nicht traurig, dass große Designer, Ikonen des 20. Jahrhunderts, den Werdegang ihres eigenen Unternehmens ablehnen oder nicht mehr zu 100% hinter ihren Kollektionen stehen? Fast Fashion hat nicht nur für unseren Planeten, Näherinnen und andere Zulieferer schlimme Auswirkungen – nein, es hat auch für die Modemacher Negativfolgen. Die zunehmende Gier nach Konsum zwingt Designer ihre Qualitätsansprüche zu senken, um schneller und mehr produzieren zu können. Sie zeigen ihre Kollektion für die nächste Saison auf dem Laufsteg, doch noch bevor diese ein halbes Jahr später in den Läden hängt, ist sie schon veraltet. In der Zwischenzeit haben Highstreet-Labels den Trend adaptiert und potentielle Käufer sich bereits an den überfluteten Schaufenstern satt gesehen. Es ist mutig, als Designer die eigene Reichweite zu nutzen, um für die eigenen Interessen zu werben. Gegen den Konsum. Gegen die eigene Marke.

Vivienne Westwood ist eine starke Persönlichkeit und eine beeindruckende Frau. Wie richtungsweisend ihre Meinung ist, scheint vielen jedoch gar nicht bewusst zu sein. Jüngere Generationen mögen ihren Namen kennen, das umwerfende Brautkleid aus Sex and the City in Verbindung bringen, aber solange keine It-Bag am Arm der Stars und Modeblogger baumelt, ist sie für viele nur die Designern mit den orangen Haaren. Deshalb möchte ich hier einen Blick auf die Designerin werfen, um ihren Werdegang zu beleuchten.

Sie wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf. Als Tochter einer Weberin und eines Schuhmachers hatte sie schon früh die ersten Kontakte zur Mode.  Obwohl sie sich seit ihrer Schulzeit für das Modemachen interessierte, konnte sie sich lange Zeit nicht vorstellen, in dieser Branche zu arbeiten. Erst als sie ihren zweiten Mann, Malcolm McLaren, kennenlernte, kam sie der Mode näher. Es war die Zeit der Hippie-Bewegung, diese hatte allerdings keinen Einfluss auf Vivienne Westwoods Kreationen. Vielmehr inspirierten sie die 50er Jahre, Rebellion, Musik und Erinnerungsstücke. Sie nahm Kleidungsstücke auseinander, um sie dann wieder zusammenzusetzen. Schnell zeigte sich ihre Fähigkeit und sie gründete gemeinsam mit ihrem Mann 1971 die Boutique „Let it rock“. Ihre Inspirationsquellen änderten sich mit den Jahren, ihre Meinungen wurden immer radikaler. Der Shop wurde mehrmals umbenannt zu „Too fast to live, too young to die“, zu ganz einfach „Sex“ oder „Seditionaries“. Ihre Modekreationen wurden inspiriert von Biker-Kleidung und der SM-Szene. Sie verarbeitete Leder, Latex, Reißverschlüsse und Sicherheitsnadeln und zeigte Shirts mit provokativen Aufschriften. Vivienne Westwood gilt als Begründerin der Punk-Mode und prägte die Bewegung maßgeblich. Prostituierte, Anarchisten und Models kauften ihre Kleidung. Dennoch hatte die Designerin wenig finanziellen Erfolg und zog ihre Söhne in einem Wohnwagen groß.

Ihre Boutique wurde im Laufe der Zeit zu einem Treffpunkt der Londoner Punk-Rock-Szene, zu der auch die Sex Pistols, Chelsea und Mark Stewart gehörten. 1975 übernahm McLaren das Management der „Sex Pistols“. Vivienne Westwood litt zum Teil sehr unter ihrem Mann und ihre Beziehung war labil. Das Leben der beiden war geprägt von Demonstrationen und Randale und gemeinsam mit den „Sex Pistols“ wurde Westwood zweimal verhaftet.

1981 präsentierte Vivienne Westwood ihre erste professionelle Kollektion Pirates (H/W ’81) bei einer Laufstegmodenschau im Rahmen der London Designers Collection in der Olympia-Ausstellungshalle. Damit nahm sie vom Punk Abschied, da die Bewegung zum Mainstream geworden und im Bürgerlichen verankert war. 1983 trennte sie sich von McLaren.

Es folgten weitere Kollektionen und schließlich schlug sie eine Richtung ein, die bis heute ihre Mode prägt. Inspiriert von Gemälden früherer Jahrhunderte begann sie, Kleider aus diesen Zeiten auseinanderzunehmen, ihre Schnitte zu erforschen und dieses Wissen für ihre neuen Kollektionen zu nutzen. Mit der Harris Tweed Kollektion (H/W 1987) gab es einen erneuten Wendepunkt in Vivienne Westwoods bisheriger Designer-Laufbahn. Geprägt war sie von eleganten und kunsthandwerklich anspruchsvollen Schnitten und Formen. In dieser Kollektion präsentierte sie auch das Statue of Liberty Korsett, – bis dahin das erste, das bei einer Modenschau als Oberbekleidung präsentiert worden war. Höfische Röcke, Latex und gleichzeitig traditionelle englische Stoffe wie Tweed und Muster wie Schottenkaros prägten ihren weiteren Werdegang. Ständig im Fokus Provokation und Regelbrüche.

Ende der 1980er begann Vivienne Westwood an der Universität für angewandte Kunst in Wien zu lehren. Einer ihrer Studenten war Andreas Kronthaler, den sie 1992 heiratete. Er unterstützt sie als Designer für ihr Label und beide verbindet sowohl ein ausgefallener Modestil als auch ein großes politisches Engagement. Seit Oktober 2007 verwendet sie keinen Pelz mehr für ihre Kollektionen und Kostüme. Am 11. November 2007 machte Westwood im Rahmen der „Berliner Lektionen“ ihr politisches Manifest „Active Resistance to Propaganda“ bekannt. Ein Aufruf zum Widerstand gegen Propaganda jeglicher Art und für Konsumverzicht, vermittelt durch fiktive Dialoge zwischen Alice im Wunderland, Pinocchio und Aristoteles.

Good to know

Vivienne Westwood gilt zusammen mit Malcolm McLaren als Erfinderin der Punk-Mode und ist für die modische Renaissance verantwortlich. Eine Inspiration für die Designerin war Christian Diors Mode der Nachkriegszeit. Sie setzte seine femininen Kreationen in überspitzter Weise für ihre eigenen Kollektionen um. Viele Stilelemente Westwoods wurden wiederum von Designern wie Jean Paul Gaultier aufgegriffen. Unvergessen blieb auch der Augenblick als Supermodel Naomi Campbell bei einer ihrer Shows mit den 25cm hohen Plateauschuhen stolperte, die Vivienne Westwood entworfen hatte.

2006 bekam die Designerin die Auszeichnung Dame Commander of the Order of the British Empire verliehen. Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie noch die Auszeichnungen Britische Modeschöpferin des Jahres, Officer of the Order of the British Empire, BambiWomen’s World Award – World Fashion Award, Ehrensenatorin der Universität der Künste (UdK) Berlin und Peta UK Vegan Fashion Award.

Dame Vivienne Westwood ist nicht nur in der Geschichte der Mode eine bedeutende Persönlichkeit, sondern auch unter politischen und gesellschaftskritischen Gesichtspunkten. Ich bewundere sie für ihre Mode, Werdegang und Mut. Kleidung berührt uns alle, ob unter modischen oder funktionalen Aspekten. Wir sollten an diesem Punkt, der uns alle etwas angeht, ansetzen  und die Welt ein bisschen besser machen.

„Buy less, choose well and make it last.“ – Vivienne Westwood

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Picture credit: Bread & Butter


What is irony? If you can not find a suitable definition, here is the answer of the fashion industry: Irony is when Zalando’s trend show Bread & Butter invites Vivienne Westwood for a panel talk – and she summons the audience:

„Do not buy anything this season!“

Last week, Zalando invited press and fashion professionals to present the Bread & Butter concept. In a panel, model and activist Adwoa Aboah and Vivienne Westwood talked about the modern processes of the fashion industry and social media to promote content transfer for the event. Topic BOLD, for all speakers under the large aspect consumption. But Dame Westwood used the stage to draw attention to topics such as sustainability and social responsibility. Vivienne Westwood the Queen of Punk. Constant rebel.

„Bold… how do you become bold? Well, I think that you have to make a choice and I think at least 50 percent of the people in the world have never made a choice or decision in their lives. […] And if you want bold, that´s what you got to do. You have to choose and you have to choose less. You can´t just keep on buying things. The best thing I´ve ever said is: Buy less, choose well and make it last.“ – Vivienne Westwood

A clear announcement and especially in the context of a consumer-oriented event very brave. Also very impressive is the little hit on her own company. The brand Vivienne Westwood got too big and she could not control everything. Due to the current production chain, the quality no longer meets the requirements of the designer.

„Buying less and choosing quality means that designers can make better fashion, not just lead by marketing and commercial interests. Fashion is part of culture, but not at the moment.“

Isn´t it sad that great designers, icons of the 20th century, reject the career of their own company or are no longer 100% behind their collections? Fast Fashion has not only a terrible impact on our planet, seamstresses and other suppliers – no, it also has negative consequences for designers. The growing greed for consumption forces designers to lower their quality requirements in order to be able to produce faster and more. They show their collection for the next season on the catwalk, but even before it gets in the shops half a year later, it is already outdated. In the meantime, high-street labels have adapted the trend and potential buyers have already been fed up with the flooded shop windows. It is courageous, to use your reach as a designer to promote your own interests. Against consumption. Against your own brand.

Vivienne Westwood is a strong personality and an impressive woman. However, many people do not seem to be aware of the direction of her opinions. Younger generations may know her name, the stunning wedding dress from Sex and the City, but as long as no it bag dangling at the arm of the stars and fashion bloggers, she is for many only the designer with the orange hair. That is why I would like to take a closer look at her to shed light on her career.

She grew up in very simple circumstances. As the daughter of a weaver and a shoemaker, she had early contact with fashion. Although she was interested in designing since her school days, for a long time she could not imagine working in this industry. It was only when she met her second husband, Malcolm McLaren, that she came closer to fashion. It was the time of the hippie movement, but it had no influence on Vivienne Westwood’s creations. Rather, she was inspired by the 1950s, rebellion, music and memorabilia. She took clothes apart to put them together again. She quickly became aware of her ability and together with her husband she founded the „Let it rock“ shop in 1971. Her sources of inspiration changed with the years, her opinions became more and more radical. The shop has been renamed „Too fast to live, too young to die“, „Sex“ or „Seditionaries“. Her fashion creations were inspired by biker clothes and the SM-scene. She used leather, latex, zippers and safety needles, and showed shirts with provocative inscriptions. Vivienne Westwood is regarded as the founder of punk fashion and shaped the movement decisively. Prostitutes, anarchists and models bought bought her clothes. Nevertheless, the designer had little financial success and raised her sons in a caravan.

Over the years, her boutique became a meeting point for the London punk rock scene, including the Sex Pistols, Chelsea and Mark Stewart. In 1975 McLaren took over the management of the „Sex Pistols“. Vivienne Westwood suffered in part very much under her husband and her relationship was unstable. The lives of the two were marked by demonstrations and marginalized and together with the „Sex Pistols“ Westwood was arrested twice.

In 1981 Vivienne Westwood presented her first professional collection, Pirates (A/W ’81), at a London fashion show collection at the Olympia exhibition hall. She took leave of the punk as the movement became mainstream and anchored in the bourgeoisie. In 1983, she parted from McLaren.

There followed further collections and finally she took a direction, which still characterizes her fashion to this day. Inspired by paintings of earlier centuries, she began to disassemble clothes from these times, explore the cuts and use this knowledge for her new collections. With the Harris Tweed Collection (A/W 1987) there was a new turning point in Vivienne Westwood’s previous designer career. It was characterized by elegant and crafty cuts and shapes. In this collection, she also presented the Statue of Liberty corset, which was the first corset to be presented as a topwear in a fashion show. Courtly skirts, latex and at the same time traditional English fabrics such as tweed and patterns such as tartan shaped her further career. Constantly focused on provocation and rule breaks.

At the end of the 1980s, Vivienne Westwood began to teach at the University of Applied Arts in Vienna. One of her students was Andreas Kronthaler, whom she married in 1992. He supports her as a designer for her label and both combine a fancy fashion and a great political commitment. Since October 2007, she has no longer used fur for her collections and costumes. On November 11, 2007, Westwood announced its „Active Resistance to Propaganda“ manifesto as part of the „Berlin Lessons“. A call for resistance to propaganda of all kinds and for consumption, mediated by fictional dialogue between Alice in Wonderland, Pinocchio and Aristotle.

Good to know

Vivienne Westwood, together with Malcolm McLaren, is the inventor of punk fashion and is responsible for the fashionable Renaissance of the corset. An inspiration for the designer was Christian Dior’s fashion of the post-war period. She transformed his feminine creations in an exaggerated way for her own collections. Many of Westwood’s styling elements were once again taken up by designers such as Jean Paul Gaultier. The moment when Supermodel Naomi Campbell stumbled on one of her shows with the 25cm high plateau that Vivienne Westwood had designed will never be forgotten.

In 2006 the designer received the award „Lady Commander of the Order of the British Empire“. In the course of her career, she was awarded the British Fashion Designer of the Year Award, Officer of the Order of the British Empire, BambiWomen’s World Award – World Fashion Award, the Berlin University of the Arts (UdK) and the Peta UK Vegan Fashion Award.

Dame Vivienne Westwood is not only an important personality in the history of fashion, but also in political and societal criticism. I admire her for her fashion, career and courage. Clothing affects us all, whether under fashionable or functional aspects. At this point, which is something for us, we should tackle and make the world a bit better.

„Buy less, choose well and make it last.“ – Vivienne Westwood

Art of Fashion – Couture

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Kunst ist subjektiv. Wer auch immer diesen Satz gesagt hat, er hatte Recht. Was ist Kunst und wo hat sie ihr Ende? Und welche Kategorien umfasst Kunst? Malerei, Skulpturen, Fotografie, Musik…? Ist Mode Kunst? Dies ist mein Versuch, der Mode einen Platz in der Kunst zuzuschreiben. „Art of Fashion – Couture“ weiterlesen

To Audrey with Love – Givenchy

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Ich lebe in meinem Lieblingsfilm. Moon River in meinen Ohren, New Yorks 5th Avenue vor mir und zum Anfassen nah eine Gestalt mit dem berühmtesten Kleid der Filmgeschichte.

“Living is like tearing through a museum. Not until later do you really start absorbing what you saw, thinking about it, looking it up in a book, and remembering – because you can’t take it in all at once.” – Audrey Hepburn

Ich blende all die Menschen um mich herum aus und bin mitten in Breakfast at Tiffany´s. Im Gemeentemuseum in Den Haag. Es ist einer dieser Augenblicke in denen ich mich so lebendig fühle, glücklich dort zwischen den Givenchy Kreationen. Jetzt, zuhause vor meinem Laptop, verarbeite ich all diese Eindrücke. „To Audrey with Love – Givenchy“ weiterlesen

We should all be feminists

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Wenn ein Thema gerade die Modebranche revolutioniert dann ist es Feminismus. Mein Instagram Feed zeigt mir ein Shirt nach dem Anderem, dass eine feministische Botschaft verficht. Dior´s „We should all be feminists“, das „rose tits tee“ und das Uterus-Shirt liefern sich einen Wettstreit um meine Aufmerksamkeit. Ich schenke sie ihnen und widme ihnen sogar diesen Blogartikel. Dabei habe ich mich nie als Feministin gesehen. „We should all be feminists“ weiterlesen

Preloved ♥ Vintage Part 1

Viele denken bei Second Hand Klamotten an muffige, fleckige Teile, die aus der Kleiderspende stammen oder schlimmeres. Falsch gedacht. Wenn ich von Vintage oder Second Hand spreche, meine ich damit gut erhaltene „Sammlerstücke“, die im Laufe der Zeit ihren Besitzer wechselten. Aber von vorne… „Preloved ♥ Vintage Part 1“ weiterlesen